Es gibt diesen einen, hauchdünnen Moment beim Aquarell malen, an dem die Entscheidung fällt: Bleibe ich bei dem, was sicher ist, und erkläre das Bild für fertig – oder gehe ich All-in, mit dem vollen Bewusstsein, dass ich es in der nächsten Sekunde komplett ruinieren könnte?
Dieser Moment ist absolut verrückt. Er entsteht in der Sekunde, in der du aufhörst, dich von deiner Intuition leiten zu lassen, unsicher wirst, an dir zweifelst und den Farben in deinem Näpfchen einfach nicht vertraust. Es ist ein Moment, der voller Angst und gleichzeitig voller roher Magie steckt. Er zwingt dich dazu, dich genau dem zu stellen, was dich am meisten aufhält: der Angst, dein Bild zu versauen.
Und versteh mich richtig: Du musst das nicht tun. Du darfst auch völlig glücklich sein mit dem schönen Ergebnis, das vor dir liegt. Doch wenn du in dir spürst, „da geht noch was“, dann lies unbedingt weiter. Selbst wenn sich beim Betrachten deiner „schönen“ Bilder vermutlich ein Dialog anbahnt, der meinem sehr ähnlich ist:
Verstand (V): „Ach schau, das ist doch richtig gut geworden. Wir sollten hier aufhören.“
Ich: „Ja, das ist total nett, aber irgendwas fehlt da noch.“
V: „Ach was. Lass es so. Es ist nett.“
Ich: „Nett ist die kleine Schwester von Scheiße – und ich will keine Scheiße.“
In genau dieser Sekunde habe ich mir den Pinsel geschnappt, ihn in sattes Magenta und tiefes Indigoblau getunkt und mit einem großen Pinsel über das halbe Bild gemalt. Meine Gedanken rasten, mein Puls stieg, und ich dachte nur: Scheiße. Ich hab’s versaut.
Doch mittlerweile bin ich an einem Punkt mit meiner Malerei, an dem ich mir selber wieder und wieder sage: Besser versaut als nur nett. Und Spoiler: Versaut war gar nichts. Es war der Moment, in dem aus einem netten Bild echte, moderne, surreale Kunst wurde.

Mein Knoblauch-Moment: Warum ich immer wieder alles riskiere
Als ich die Food-Serie gestartet habe, hatte ich total Lust, einen Knoblauch zu malen, aus dem Perlen herausfallen. Ich wusste: Das wird kein eintöniges Bild, sondern farbenfroh, laut und bunt. Die Skizze saß von Anfang an, das Bild war solide – aber eben nur „nett“.
Ich starrte das Papier an und mein innerer Kritiker flüsterte: „Lass es so, Marita. Wenn du jetzt noch eine Schicht drauflegst, ruinierst du die Transparenz.“
Das war mein Stichwort. Etwas ruinieren, mit dem ich eh nicht 100-prozentig zufrieden bin? Das kann ich! 🙂 Das will ich. Das mache ich. Denn ein Satz begleitet mich seit einiger Zeit und er ist der Schlüssel zu meiner erfolgreichen surrealen Kunstwelt: „Ich erlaube mir, zu versagen und dieses Bild vollkommen zu versauen.“
Also habe ich die Farbe genommen und gemalt. Das Resultat? So geil, dass ich es mir im Großformat für meine neue Küche malen werde. DAS ist der Spirit hinter meinen Mutausbrüchen und ich will dir so unfassbar gern etwas davon abgeben, dass ich dir einfach ne easy peasy Anleitung zusammengefasst habe, die du sofort umsetzen kannst. Bock drauf?
Materialliste
- Hahnemühlen Cornwall Papier 17 x 24 cm, matt
- Schmincke Horadam Aquarell Farben in der Tube
- Indogiblau
- Magenta
- Kadmiumrot dunkel
- Neapelgelb
- Ultramarinblau
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Die Philosophie meiner Mutausbrüche: 3 Schritte in die Freiheit
Du willst wissen, wie ich das mache, ohne dabei den Verstand zu verlieren? Es ist keine Checkliste, es ist eine Art, die Welt zu sehen. Angst ist nur das Gefängnis des Gewohnten – wenn du ausbrichst, erlebst du die Magie.
- Die „Ich darf alles“-Formel: Bevor du heute den Pinsel in die Hand nimmst, verinnerliche dieses Mantra: „Ich male und bin fein damit, dass ich dieses Bild versaue oder in etwas mit Wow-Faktor verwandle. Mit beiden Ergebnissen bin ich absolut im Reinen.“ Das ist der Moment, in dem die Anspannung von dir abfällt.
- Der „Ich versaue es“-Schritt: Schnapp dir eines dieser Bilder, die dir bisher nur „ganz okay“ vorkommen. Lass es mit dir reden. Jedes Bild hat eine Energie, die es mit dem Künstler teilt – oft auch Farbwünsche, die dein Kopf gar nicht auf dem Schirm hat. Also hör zu und sobald du die Idee im Kopf hast geht es los. Aktiviere diese Farbe, nimm deinen größten Pinsel, tauche ihn ein und ziehe intuitiv einen dicken Balken über dein Werk. Atme tief. Hör zu, was dein Bild jetzt zu sagen hat.
- Die „Wow“-Schicht-Explosion: Die meisten Aquarellisten hören viel zu früh auf und bleiben im „Einheitsbrei“ hängen. Aber die echte Kunst passiert genau dort, wo du Schiss hast. Dieser letzte, winzige, dunkle Strich oder die große Fläche voller Sprenkel – das ist der Sprung von „nett“ zu Wow. Der Knoblauch hat mir gezeigt: Zwischen Mittelmaß und Genialität liegen oft nur die letzten Pinselstriche, die sich trauen, laut zu sein.

Dein Manifest für Mutausbrüche
Ich habe meinen kostenfreien Kurs genau für diesen Moment entwickelt, in dem du merkst: „Ich will endlich mehr als nur Bravheit auf dem Papier.“
In „Das Manifest für Mutausbrüche: Dein Starter-Set in die surreale Welt“ nehme ich dich an die Hand. Wir gehen weit über das übliche „Malen nach Zahlen“ hinaus. Ich zeige dir, wie wir aus der Komfortzone ausbrechen und Farbe so zwingen, dass aus Chaos ein surrealer Charakter wird. Das ist dein Werkzeug, um die Welt auf dem Papier komplett neu zu erfinden.
Hol dir dein Manifest hier ab und werde Teil der Bewegung: [Link einfügen]
Was soll in fünf Jahren untrennbar mit deinem Namen verbunden sein? Dass du „ganz nett“ gemalt hast – oder dass du diejenige warst, die den Mut hatte, die Welt surreal neu zu denken?
Schnapp dir jetzt dein Papier. Sei mutig. Sei wild. Und wenn es heute Abend zwischendurch aussieht, als hättest du es ruiniert – dann weißt du: Du bist verdammt noch mal auf dem besten Weg zum Meisterwerk!
Zeig mir deinen Mut! Poste dein Werk unter #alvaartmutausbruch oder schick mir deine Mutausbrüche per Mail an office@alva-art.de. Ich will sehen, wie du deine Komfortzone sprengst – leg los, dein Pinsel wartet!
Lve Marita
